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Beltringharder Koog

bel1Durch das größte jemals an der Küste in Angriff genommene Deichprojekt, die 1987 fertiggestellte Eindeichung des Beltringharder Koogs, hat Nordstrand real den Inselcharakter verloren und ist zu einer mit dem Festland verbundenen Halbinsel geworden.
Die Vordeichung der Hattstedter Marsch war nicht nur das größte, sondern auch das umstrittenste Deichbauprojekt. Küstenschutz und Naturschutz gerieten in einen heftigen Konflikt, der grundsätzlicher Natur und daher kaum auszuräumen war.

Mögen die Auswirkungen dieser Baumaßnahmen auf das Strömungsverhalten im Watt noch vorausberechenbar sein - die Wechselwirkungen in einem hochkomplexen und damit hoch empfindlichen Ökosystem wie dem Watt sind es nicht.

Bordelumer Heide

bord1Das Naturschutzgebiet Bordelumer und Langenhorner Heide liegt nördlich von Bredstedt an der B 5, kurz hinter dem 44 m hohen Stollberg mit seinem Sendeturm.

Feucht- und Trockenheiden, flache Vermoorungen, kleine Ausblasungsseen, Sand-Anrisse und Birkenwaldinseln bieten ein floristisch reichhaltiges und landschaftlich reizvolles Vegetationsmosaik, das über die Kreisgrenzen hinaus einzigartig ist. 192 ha wurden hier unter Schutz gestellt.

Um Ihnen einen Einblick in diese vielfältige Landschaft zu ermöglichen, wurde ein Rundwanderweg mit Schautafeln angelegt, die über die verschiedenen Lebensraumtypen und deren Artenvielfalt Auskunft geben.

Infomaterial erhalten Sie im Amsinck-Haus oder in der Tourist-Info in Bredstedt.

Eichkratt Schirlbusch

eich1Das Naturschutzgebiet liegt östlich von Bredstedt zwischen den Orten Drelsdorf und Kolkerheide.

Das 12 ha große Schutzgebiet ist ein Dünenrest aus Ablagerungen von Flugsanddecken auf saaleeiszeitlichen Geschiebesanden. Jahrhundertelang wurde hier der Eichenwald als Weide genutzt (Eichenmast); das samt Wurzeln abgetragene Heidekraut diente als Einstreu im Stall.

Der Schirlbusch trägt seinen Namen wegen des dichten Buschwaldes aus niedrigen, schlechtwüchsigen Eichen auf armen Sandböden. Hier finden Sie große windgeschorene Wacholder-Vorkommen. Das Gelände grenzt an Heideflächen mit reichhaltiger Vegetation (u.a. Natternzunge, Bärentraube und Geflecktes Ferkelkraut).

Löwenstedter Sandberge

loew1Die Löwenstedter Sandberge liegen nördlich der Landstrasse Kolkerheide-Löwenstedt.

Die Löwenstedter Sandberge bezeichnen eine Trockenheide mit eingeschlossenen Heidemoor-Arealen.

Sie besitzen regenerationsfähige Hochmoor- und Zwischenmoor-Einschlüsse. Das Gebiet ist wichtig für die Wirbellosenfauna und die Flora.

Lütjenholmer Heidedünen

Luet1Das Naturschutzgebiet befindet sich nordöstlich von Bredstedt bei Lütjenholm.

Das 16 ha große Heide-Schutzgebiet ist ein Rest von großflächigen Heideflächen, die noch vor 100 Jahren die Geest dominiert hatten. Diese Flächen wurden im letzten Jahrhundert in landwirtschaftliche Nutzflächen und Nadelforste umgewandelt. Dabei mag die bewegte Oberflächengestalt der Lütjenholmer Heide den Kultivierungsbestrebungen Grenzen gesetzt haben.

Im nördlichen Teil des Gebietes finden Sie kleine moorige Flächen mit Beinbrech, Gagel und Fieberklee. Die trockenen Heideflächen werden von der Krähenbeere, der Drahtschmiele und der Besenheide beherrscht.