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Nationalpark Wattenmeer

Foto: Martin StockDer Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer wurde 1985 als dritter Nationalpark in Deutschland eingerichtet. Mit 4.400 km² ist er der größte Nationalpark zwischen dem Nordkap und Sizilien. Am 1. Oktober 2015 besteht er 30 Jahre.Im Nationalparkgesetz, 1985 vom schleswig-holsteinischen Parlament verabschiedet und 1999 novelliert, sind die Regeln verankert, die im Nationalpark gelten. Der Nationalpark ist in Schutzzonen aufgeteilt: Schutzzone 1 ist weitgehend der Natur überlassen, Schutzzone 2 darf eingeschränkt genutzt werden.

 

natur1Völlig unberührt soll nur das 125 km² große „Nutzungsfreie Gebiet“ zwischen den Inseln Sylt und Föhr bleiben. Westlich von Sylt und Amrum wurde ein Walschutzgebiet eingerichtet, das zur Schutzzone 2 gehört. In Nationalparken soll sich die Natur so entwickeln können, wie sie es will. "Natur Natur sein lassen" ist das Ziel. Uns Menschen fällt es mitunter schwer, die Dinge einfach laufen zu lassen - die Natur kann es von Natur aus. Nationalparke erhalten die Evolution der biologischen Vielfalt. Sie schützen alle Lebewesen, ohne einzelne Arten besonders zu fördern. Der Mensch wird aus den Nationalparken nicht ausgesperrt.

 

natur2Im Gegenteil: Überall dort, wo keine Pflanzen oder Tiere gestört werden, kann und soll er Wildnis erleben. Er kann dort etwas über die Natur lernen, zu ihr und zu sich selbst finden und seiner Seele Frischluft schenken.